UN-Beschaffungsmarkt 2016:
Talfahrt setzt sich fort

Um weitere 14% ist der Absatz deutscher Unternehmen an der Beschaffung der Vereinten Nationen eingebrochen. Lieferungen aus Deutschland erzielten nur noch 1,17% Marktanteil. Ein alarmierendes Ergebnis. Dabei ist das Marktumfeld äußerst positiv und bietet exzellente Absatzchancen in vielfältigen Waren- und Dienstleistungssegmenten.

Negativer Absatztrend beschleunigt sich trotz robusten Marktumfeldes

2016 hat das Gesamtbeschaffungsvolumen erneut leicht zugelegt und wuchs um 0,8% auf 17,7 Mrd. US$ erreicht. Damit erweist sich der Beschaffungsmarkt weiterhin als stabil. Angesichts der enormen globalen Herausforderungen, zum Beispiel in der Friedenssicherung oder der Bekämpfung von Armut, legt eine fortgesetzte Relevanz dieses Marktes nahe.

Deutschland ist 2016 mit 1,17% Marktanteil erneut auf Platz 20 der Zulieferländer zurückgefallen. Nach moderaten Verlusten in 2015, setzt Deutschland die Talfahrt beschleunigt fort. Insgesamt wurden nur noch 206,8 Millionen US$ in Waren und Dienstleistungen von aus Deutschland geliefert. Besonders groß sind die Verluste bei den Dienstleistungen, bei denen Deutschland 20,3% Marktanteil zum Vorjahr verlor. Bereits in 2015 verzeichnete Deutschland bei den Dienstleistungen einen deutlichen Rückgang um 10,3%. Der erneute Rückgang unterstreicht den enormen Handlungsbedarf. Deutsche Unternehmen sind traditionell stärker in der Zulieferung von Waren, verloren 2016 mit 10,3% aber ebenfalls deutlich an Marktanteil.

Neuregistrierungen verpuffen

Eine erfreuliche Nachricht ist die steigende Zahl der als Lieferanten registrierten Unternehmen aus Deutschland. Von 2014 auf 2015 stieg die Zahl um 16% und in 2016 um weitere 18%, auf nunmehr 2061 registrierte Unternehmen. Neuregistrierungen potenzieller Lieferanten wertet der IWR als ein positives Zeichen in der Wahrnehmung des Marktes. Angesichts der kontinuierlich fallenden Marktanteile Deutschlands stellt sich allerdings die drängende Frage, warum sich die positive Entwicklung der Registrierungen,nicht auf die Absatzzahlen niederschlägt.

Der Internationale Wirtschaftsrat e. V. hat in den vergangenen Jahren mehrfach das zuständige Bundesministerium für Wirtschaft und Energie auf die Situation hingewiesen und eine gezielte Förderung des deutschen Mittelstands im Zugang zum Beschaffungsmarkt der Vereinten Nationen gefordert. Bislang ist keine sichtbare Verbesserungen in der Förderung deutscher Unternehmen festzustellen. Angesichts der alarmierenden Zahlen fordert der Internationale Wirtschaftsrat e. V. die zuständigen Stellen zur Kooperation auf, um gemeinsam die Hürden für deutsche Unternehmen im UN-Geschäft abzubauen und diese nachhaltig zu platzieren.

Erfahren Sie mehr über die Beschaffung der Vereinten Nationen im Statistischen Jahresbericht 2016.

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