Deutscher Export holt 2013 den Vizeweltmeistertitel zurück

DIHK veröffentlicht neuen AHK-Weltkonjunkturbericht
Weltkonjunkturbericht

Die deutsche Exportwirtschaft bleibt auf Expansionskurs. Für 2012 erwartet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) auf Grundlage seines jüngsten AHK-Weltkonjunkturberichts ein Plus von vier Prozent.

Die aktuelle Umfrage, die DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier heute in Berlin vorstellte, zeigt zudem, dass die deutsche Exportwirtschaft ihre

Stellung im Welthandel im kommenden Jahr ausbauen wird: „Die Position eins bleibt mit China fest besetzt, im Kampf um Platz zwei setzt sich Deutschland aber gegen die USA durch und holt sich den Vizeweltmeistertitel zurück“, fasste Treier die Erwartungen zusammen.
Im AHK-Weltkonjunkturbericht geben die Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs), Delegiertenbüros und Repräsentanzen in 80 Ländern eine Einschätzung zu den Export- und Importzahlen sowie den Wachstumsaussichten der jeweiligen Standorte ab.

Demnach werden die deutschen Ausfuhren in diesem Jahr um vier Prozent zulegen und 2013 sogar überdurchschnittlich wachsen (plus sechs Prozent, Welthandel: plus fünf Prozent). Analog zu den Exporten erhöht sich auch der Import Deutschlands 2012 um vier und 2013 um sechs Prozent.

„Die Billionengrenze wird 2013 damit auch bei den Waren-Importen geknackt – nachdem sie von den Exporten bereits 2011 durchbrochen wurde“, sagte der DIHK-Außenwirtschaftschef.

Europa-AuswertungViele Staaten seien zu Ausgabenkürzungen, Steuererhöhungen und Anpassungen der Wirtschaftsstruktur gezwungen, die zumindest vorübergehend das Wachstum dämpften. „Hinzu kommen vielerorts Finanzierungsschwierigkeiten für Unternehmen sowie der weltweit zunehmende Protektionismus.“ 2013 werde sich die Weltwirtschaft wieder stärker beleben, prognostizierte Treier.„Was das Weltwirtschaftswachstum angeht, kehren wir zu

einer realistischeren Gangart zurück“, so Treier. Die diesjährige Verlangsamung gehe vornehmlich auf die Schuldenkrise zurück.

Weitere Kernergebnisse der Studie: Die überdurchschnittliche Entwicklung von Schwellenländern wie Südkorea, Indonesien oder Vietnam setzt sich fort. Auch China wächst weiter deutlich – noch immer mit einer Acht vor dem Komma. Und: Der Warenaustausch Deutschlands mit den „Emerging Markets“ gewinnt weiter an Gewicht.

 

 

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